Mittwoch, 29. Juni 2011

[Stöckchen] Lese-Lebenslagen

Dieses tolle Stöckchen habe ich bei Rana the cat entdeckt und gleich stibizt ;)


Lese-Lebenslagen – wann und wo liest man so?

Beim Essen?
Wenn ich es schaffe meinen Teller auf den Beinen zu balancieren, habe ich dabei auch gerne mal ein Buch dabei. Meist aber nur bei Essen, dass nicht die Farbe von Tomaten hat, damit das Buch auch nachher noch schön ist. Das Essen ist dann oft aber auch kalt...

Beim Baden?
Eigentlich immer, außer es muss schnell gehen. Wenn ein Buch spannend ist kann es auch mal passieren, dass ich ziemlich verschrumpelt wieder aus der Wanne auftauche...

Auf dem stillen Örtchen?
Dort eher nicht...

Beim Laufen?
Laufen? Hmm da muss ich mich eher darauf konzentrieren, dass ich nicht falsch lande. Früher habe ich dies aber auch gemacht.

Beim Friseur?
Da bin ich nicht soooo oft und wenn ich da bin gehts auch immer recht flott, daher lohnt es sich dort eher nicht.

Im Wartezimmer?
Früher las ich dort immer die Zeitschriften, heute weiß ich wenn ich zum Arzt gehe, dass es dauern kann und so habe ich dort immer ein Buch dabei. Bei manchen Titeln wird man nur gerne schräg angeguckt ;)

In der Werbepause?
Fast immer und dann bleib ich oft auch am Buch hängen und vergesse den Film.

Im Auto (Beifahrer)?
Auf längeren Fahrten sitze ich gerne da und lese. Mit Übelkeit habe ich da keine Probleme.

Im Park, Freibad, etc.?
Im Freibad kommt es eigentlich immer vor. Da lasse ich die neuen Bücher aber eher Zuhause, da manche Kids doch gerne alles nass machen *g*

In der Kassenschlange?
Nein, das wäre mir dann doch zu aufwendig.

Im Bett nach dem Aufstehen?
Im Bett eher wenn ich schlafen gehe, denn morgens verlasse ich innerhalb einer halben Stunde das Haus. Sollte ich aber das Privileg haben, nicht weg zu müssen mache ich das auch mal.

In der Pause (Kino, Theater, etc.)?
Da gibt es meist gute Gesprächspartner. Sonst lese ich das Programm.

Bevor der Hauptfilm im Kino beginnt?
Nein.

In der U-Bahn, Straßenbahn, im Zug?
Im Zug sieht man mich eigentlich immer wie folgt: Kopfhörer in den Ohren und den Blick auf den Schoß gerichtet, wo  sich ein schönes Buch befindet...

An der Haltestelle, auf dem Bahnhof?
Da sicher, denn das Warten kann sich ja auch schon mal hinziehen *hust*

Im Restaurant oder Café (wenn man alleine ist)?
Da ich drt nicht alleine unterwegs bin: nein.

Unter der Bettdecke mit Taschenlampe (als Kind)?
Mir hat nie jemand verboten abends noch zu lesen, daher brauchte ich das nicht.

Während des Kochens (Kochbuch zählt nicht)?
Während das Essen sich von selbst zubereitet, sicher :D

Während eines Besuches (wenn Gastgeber telefoniert etc.)?
Nur wenn ich bei meinem Freund bin und er was anderes zu tun hat, oder in die Firma muss.

Während langer Computerprozesse (Scannen, Booten, etc.)?
Spiele ich neue Musik auf meinen MP3 Player oder lade etwas runter, lese ich auch gerne.

Auf der Arbeit / in der Schule?
In der Schule habe ich in den Freistunden immer gelesen. Bei einer Arbeit kann ich die ganze Zeit lesen wenn ich will :)

Dienstag, 28. Juni 2011

[Stöckchen] Leseroutine

Bei der Maehnenwölfin habe ich folgendes Stöckchen entdeckt und entwendet :)
Wers mag kann es auch gerne mitnehmen...

1. Wann liest du?
Werbepausen im Fernsehen nutze ich sehr gerne um die nächsten Seiten eines Buches zu lesen, manchmal aber lenkt mich das Buch dann auch total vom Film ab ;)
Meistens lese ich abends nach der Arbeit, oder auch gerne mal zwischendurch.

2. Wo liest du?
Ich lese eigentlich überall. Oft im Bett, aber gerne auch mal in der Wanne. Wenn ich unterwegs bin versteckt sich auch sicherlich ein Buch in meiner Tasche und wenn ich dann irgendwo warte ist es auf wundersame Weise in meiner Hand :) Bin ich bei Freunden, kann es auch mal dazu kommen...

3. Wie viele Bücher liest du auf einmal?
Meist lese ich nur ein Buch, aber es kommt auch mal dazu, dass ich zwei lese. Das liegt dann aber daran, dass ich in die Wanne kein neues Buch mitnehmen mag, da es danach sonst nicht mehr so schön ist wie vorher. Daher habe ich ein "Hauptbuch" und ein "Nebenbuch". Das Nebenbuch wandelt sich dann aber auch gerne zum "Hauptbuch".

4. Machst du zwischendurch Pausen beim Lesen?
Leider geht es ja nicht anders. Ich stelle mir immer vor, aufzustehen und zu lesen, den ganze Tag ohne etwas anderes zu tun. Funktioniert ja leider nicht, denn die Arbeit und das Leben ruft. Aber ich lese täglich um die 2 - 4 Stunden, dass heißt zu lange Pausen mache ich dann doch nicht...

5. Überfliegst du Bücher [Querlesen]?
Niemals. Wenn ich ein Buch lese, dann möchte ich nicht schon am Anfang das Ende wissen und auch nicht was zwischendrin passiert. Sollten bei einem Buch meine Gedanken davofliegen, weiß ich das es nicht mein Fall ist und ich lege es dann lieber ganz zur Seite.

6. Wie lange/schnell dauert es, bis du ein Buch durch hast?
Mal schaffe ich es ein Buch innerhalb weniger Stunden gelesen zu haben, dann wiederum kann es sich sogar mal Wochen hinziehen. Das kommt immer darauf an, wie meine Leselust gerade ist. Zudem kommt es auch darauf an wie sehr mich das Buch gefangen nimmt. Ist es gut lese ich es in jeder freien Minute. Ist es schwerer zu lesen, liegt es auch eine Weile da und starrt mich gerne an.
Im Durchschnitt brauche ich aber um die 3 Tage (ohne Pausen), denn die Seitenanzahl spielt ja auch noch eine Rolle...

[Rezi] Was das Herz weiß

Langdale, Kay:
Was das Herz weiß : Roman / Kay Langdale. - Reinebk bei Hamburg : Kindler, 2009. - 288 S.
ISBN 978-3463405407

Ein Buch über die Liebe und deren Vergänglichkeit. Über Gefühle voller Leid, Sehnsucht und Schmerz, welche sich in einen reißenden Fluss verwandeln und sich nicht mehr kontrollieren lassen...

Jane und Nick scheinen schon ewig verheiratet zu sein. Sie genießen ihr Leben zu zweit und haben sich schon früh dazu entschieden keine Kinder zu bekommen. Diese würden ihnen  nur die Freiheit nehmen und genau die lieben sie doch so sehr.
Nach Jahren des gemeinsamen Glückes, wird Janes Mutter plötzlich schwer krank. Die beiden nehmen sie im Haus auf und Jane ist Tag und Nacht für ihre Mutter da.
Kurz darauf zieht in das Nachbarhaus eine chaotische Familie ein. Es sind die junge Mutter Evie und deren beide Kinder - einen Mann hat sie nicht mehr an ihrer Seite.
Nick trifft durch Zufall auf die drei und unterhält sich mit ihnen. Was als Zufall beginnt verstärkt sich immer mehr und so zieht es Nick aus dem Haus in den Garten um die so glückliche Familie zu beobachten und ab und an ein paar Worte zu wechseln. Eines Tages bietet er Evie seine Hilfe an und die beiden verstehen sich auf anhieb super. Nach diesem ersten scheuen Treffen schaut Nick fast täglich bei den Dreien rein. 
Zu Anfang bekommt Jane davon nicht viel mit, denn sie kümmert sich aufoperungsvoll um ihre Mutter. Nach einer Weile aber bemerkt sie die neuen Unstimmigkeiten und beobachtet Nick. Eifersucht wallt in ihr auf, als sie Evie und ihn zusammen beobachtet, auch als er ihr versichert keinerlei Interesse an Evie zu haben.
So ist es auch, denn ihn ziehen die Kinder an, sein Entschluss niemals welche zu haben gerät plötzlich stark ins Wanken. Er mag sie und unternimmt regelmäßig etwas mit ihnen. Immer mehr steigert sich in ihm der Wunsch, selbst eine Familie zu gründen. Jane aber kann es sich nicht einmal vorstellen und ihr Leben gerät aus den Fugen. Um Nick nicht zu verlieren geht sie aufs Ganze..

Ein Roman über die Zerbrechlichkeit der Liebe, selbst wenn diese nicht mehr ganz jung ist. Ein Roman der berührt und gleichzeitig nachdenklich macht. Welcher mit einem sensationellen, nie gedachten, Ende aufwartet und einen so schnell nicht mehr los lässt.

Sonntag, 26. Juni 2011

[Rezi] Das verbotene Zimmer

Hayes, Sam:
Das verbotene Zimmer : Roman / Sam Hayes. - Berlin : List, 2011. - 507 S.
ISBN 978-3548610252

"Ich zerbrach in tausend Stücke. Der Telefonhörer baumelte an seiner glänzenden Schnur. Ich knickte in den Knien ein und ließ mich, den Rücken gegen die Glasscheibe gepresst, langsam in der Telefonzelle zu Boden sinken.
Die Polizei war unterwegs. Ich hatte alles erzählt."
(Seite 433, erster Absatz)

Dieses Buch regt einen zum Nachdenken an, lässt Blickwinkel wandeln und berührt. Es ist spannend und lässt sich erst zuklappen, wenn es gelesen ist und dennoch verbleibt es in einem...
In diesem Buch dreht sich alles um drei Geschichten:
Es geht um die kleine Ava, die zehn Jahre in einem Kinderheim aufwächst und Schlimmes mit erleben und ansehen muss. Sie sieht Mitbewohner kommen und gehen und findet kurz vor ihrer Entlassung einen Grund am Leben zu bleiben. 
Die zweite Person ist Nina: glücklich verheiratet mit ihrer großen Liebe und froh mit der 15-jährigen Tochter. Sie hat endlich den Deal ihre Lebens an Land gezogen und freut sich über ihre Aufgaben. Dann aber erhält sie plötzlich ein anonymes Geschenk, das sie in ihre Vergangenheit versetzt. Verfolgungswahn und Angst um ihre Familie sind die Folge - bis ein Mann aus ihrer Kindheit vor ihr steht.
Die dritte Person ist Frankie: Sie tritt einen neuen Job an, ausgerechnet in einem Internat. Dort trifft sie auf Adam, den Geschichtslehrer. Obwohl sie keine Freundschaften schließen will, fühlt sie sich doch zu ihm hingezogen. Frankie erfährt Adams Geschichte und muss sich ihrer eigenen Vergangenheit stellen.
Drei Geschichten die unterschiedlicher nicht sein könnten und doch so stark miteinander verwebt sind, das sie ein gemeinsames Ende finden...

Mich hat das Buch sehr in Atem gehalten. Der Prolog ist spannend und macht Lust auf mehr. Jedes neue Kapitel eröffnet einen weiteren kleinen Teil der Geschichte und steigert die Neugier des Lesers. Nach und nach merkt man wie sich die Geschichten zu einer entwickeln - wie ein Leben sich verändern kann. Ab der Hälfte des Buches ist man der Überzeugung zu wissen, wie alles zusammengehört, doch man wird überrascht.
Das Buch ist spannend geschrieben und dadurch, dass die Geschichten immer wieder aus einem anderen Blickwinkel geschrieben sind, sowie in einer anderen Zeit, mag man das Buch kaum aus den Händen legen. 
Zwar ist das Ende etwas hervorsehbar, die Geschichte macht es aber wieder wett.


Samstag, 25. Juni 2011

[Zuwachs] Neue Errungenschaften...

Beim gestrigen shoppen konnte ich - natürlich - nicht an den Buchläden vorbei gehen.
Drei Bücher haben sich mitsamt Tüte einfach in meine Hand gestohlen und wieder Geld dagelassen.
Zudem haben mich auch die ersten beiden Rezensionsexemplare erreicht:



Gekauft:
  • "Blutige Stille" von Linda Castillo, dieses Buch habe ich schon auf einer Plattform testlesen können und die Geschichte riss mich gleich in ihren Bann: eine Familie wird tot auf ihrer Farm gefunden und niemand kann sich erklären, wie es bei dieser friediebenden Familie dazu kam... Da  ich nur einen kleinen Ausschnitt lesen konnte, musste ich das Buch dann doch erstehen.
  • "Boy 7" von Mirjam Mous hat mich gleich mit dem Klappentext an sich gebunden und verspricht einiges an Spannung. Klappentext: Stell dir vor du kommst auf einer glühend heißen kahlen Grasebene zu dir und weißt weder, wohin du unterwegs bist, noch, woher du kommst oder wie du heißt. Die einzige Nachricht auf deiner Mailbox stammt von dir selbst: "Was auch passiert, ruf auf keinen Fall die Polizei."
    Wer bist du? Wie bist du hierher geraten? Und wem kannst du vertrauen? 
  • Als drittes konnte und wollte ich dem neuen Buch "Erlösung" von Jussi Adler-Olsen nicht aus dem Weg gehen. Die erste beiden Bücher habe ich ja auch gelesen und nun bin ich ganz gespannt auf den dritten Fall, in dem es sich um entführte Kinder handelt..
Rezensionsexemplare:
  • "Gefangene des Feuers" von Linda Howard. Klappentext: Die Waffe ist genau auf ihr Herz gerichtet. Annie hat keine Wahl: Sie muss tun, was der Fremde sagt Spannung und dunkle Leidenschaft von Linda Howard.Die Waffe zielt auf ihr Herz. Und plötzlich ist Annie in der Gewalt eines Fremden eines Mörders? Die junge Ärztin muss tun, was er von ihr verlangt: Seine Schusswunde versorgen und ihn dann begleiten, tief in die unbesiedelte Wildnis von Arizona. Wo sie erkennt: Nicht nur Rafe McCays Körper ist schwer verletzt, sondern auch seine Seele! Seit ihm ein Mord angelastet wird, ist er ist auf der Flucht. Soll Annie ihm glauben, dass eine Intrige ihn in diese verzweifelte Lage gebracht hat? Soll sie auf ihr Gefühl hören? Ja, sagt ihr Herz das sie in die Arme des Desperados treibt. Und Nein, sagt ihr Verstand. Denn solange der Mörder nicht gefunden ist, hat ihre heiße Leidenschaft keine Zukunft. 
  • "Im Schatten der Wälder" von Nora Roberts. Klappentext: Rot wie die Liebe. Rot wie die Wut. Rot wie der Tod.
    Fiona Bristow lebt als Hundetrainerin und Mitglied einer Hunderettungsstaffel auf der idyllischen Orcas Island vor der Küste Seattles. Keiner weiß, dass die Insel Fionas Refugium ist, um einen Albtraum zu vergessen. Sie ist die einzige Überlebende eines Serienkillers, der junge Frauen mit einem roten Schal erwürgte und auch Fionas Verlobten ermordete.
    Mit Fionas Ruhe ist es vorbei, als der knurrige Künstler Simon mit seinem Hund Jaw in ihr Leben stolpert. Simon wollte nie einen Welpen, und definitiv will er keine Frau. Als Fiona mit Jaw trainiert und Simon lernt, sowohl Hund als auch Trainerin mehr und mehr zu schätzen, bricht die Vergangenheit in Fionas Leben ein. Fionas Verfolger sitzt im Gefängnis, aber eines ist klar: Er hat einen Schüler, draußen in den Wäldern von Orcas, der nur ein Ziel hat – den roten Schal um den Hals der Frau zu schlingen, die damals entkommen ist…
Damit erhöht sich mein SuB also erst einmal wieder etwas, aber das ändert sich wieder schnell :)

Freitag, 24. Juni 2011

[Worte] Büüüücher

Was bin ich in freudiger Aufregung!!! Mein erstes Rezensionsexemplar liegt bei der Post bereit und wartet nur darauf, dass ich es mir abhole...
Da bin ich nun schon ganz nervös und aufgeregt, welches es sein wird *händeaneinanderreib*
Es sollten noch ein paar kommen, aber das Erste ist doch am aufregensten ;)

Na und dann geht es heute noch in die Nachbarstadt, da reihen sich die Buchläden wieder aneinander und wie sich die Lesefee selbst nun einmal kennt, wird sie nicht an einem der Läden vorbei gehen können - ohne zumindestens das Schaufenster zu begutachten. *schlimmschlimm* :D

Ich lasse mich mal selbst überraschen, welche Bücher mir über den Weg laufen und in meiner Tasche landen..

Auf gehts :)

[Rezi] Die Einsamkeit der Primzahlen

Giordano, Paolo:
Die Einsamkeit der Primzahlen : Roman / Paolo Giordano. - München : Blessing, 2009. - 368 S.
ISBN 978-3896673978

Die Einsamkeit der Primzahlen, das sind zwei Kinder, zwei Schicksale, die einen nachdenklich werden lassen.
Alice und Mattia haben beide das Schicksal von ihrer Familie nicht richtig angenommen zu werden. Auch Freunde zu finden ist für sie sehr schwer.
Bei Alice liegt es an ihrer Behinderung, an der ihr Vater eine beträchtlcihe Schuld trägt. Er zwang sie zu einem Skiausflug, bei der sie einen schweren Unfall hatte und seit dem sie ein steifes Bein hat. Ihr Vater kann ihr seit da an nicht mehr richtig in die Augen blicken.
Mattia hingegen hat selbst einen Fehler gemacht. Nur einmal wollte er sich nicht um seine geistig behinderte Zwillingsschwester kümmern, lies sie auf einem Spielplatz zurück und als er sie wieder abholen wollte, war sie nicht mehr da. Sie wurde niemals gefunden, die enhellige Meinung war aber, dass sie wohl ertrunken sei.
Mattia gibt sich selbst die Schuld, wird schweigsam und zieht sich zurück.
Zwei Leben die nichts miteinander zu tun haben, bis die beiden sich Jahre später in ihre jeweilige Einsamkeit versunken in der Schule kennen lernen.
Von Anfang an scheint es als seien die beiden füreinander bestimmt. Sie werden Freunde und teilen ihr Leid - würden sich niemals verraten und niemals ihre Freundschaft aufgeben.
Doch eines Tages trifft Alice auf eine junge Frau, die Mattia wie aus dem Gesicht geschnitten ist. Die Frage ob sie es ihm sagen sollte zerreißt sie innerlich und sie trifft eine schwerwiegende Entscheindung für ihre Freundschaft.
Ein schönes Buch, das einen stark berührt. Das zeigt wie zwei Menschen füreinander geschaffen sein können und sie es doch nicht schaffen beieinander zu bleiben.
Es zeigt auch wie das Leben spielen kann und wie manche ihre Fehler wieder gut machen können. Es erklärt wie man verzeiht und das das Leben trotz aller Handicaps und Fehler genießen und leben kann...
Für ein Erstlingswerk berührend und verführend zugleich...

Donnerstag, 23. Juni 2011

[Rezi] Todeswunsch

Robotham, Michael:
Todeswunsch : Psychothriller / Michael Robotham. - München : Goldmann, 2010. - 512 S.
ISBN 978-3442312498

Das Buch beginnt mit einem Tagebucheintrag. Ein Eintrag der die Verletzbarkeit eines Menschen darstellt, deren Ängste und Zweifel im Leben und der Fluchtversuch in den Schmerz.
Es bleibt der einzige Eintrag, trägt das Buch aber mit sich.
Schnell wird klar, das Buch ist nichts für sanfte Gemüter: ein junges Mädchen scheint ihren Vater ermordet zu haben. Gefunden wird er in ihrem Zimmer, verblutet und mit einem blutigen Handabdruck seiner Tochter auf dem Hemd. Sie selbst aber kann sich an nichts erinnern. Joe O´Loughlin ist ein Freund der Familie und soll ein Gutachten über die selbstmordgefährdete Sienna schreiben.
Doch was verbirgt sich hinter der scheuen und doch harten Maske des Mädchens? Plötzlich wird klar, dass sie allen Grund gehabt hätte sich ihrem Vater zur Wehr zu setzen.
Kurz darauf bekommt der Parkinson geplagte Joe mit, dass Sienna sich zu ihrem Lehrer hingezogen gefühlt hat. Dieser hat es schamlos ausgnutzt und mit dem jungen Mädchen ein gefährliches Spiel gespielt. Sienna, blind vor Liebe, konnte sich nicht wehren.
Der Fall zieht immer größere Kreise und plötzlich sind es nicht nur mehr kleine Fische, die Dreck am Stecken haben.
Alles verwebt sich mit einem Fall von Rassismus, in dem Joe´s Ex-Frau eine wichtige Rolle spielt. Familie O´Loughlin gerät in immer gefährlichere Situationen, bis alles aus dem Ruder läuft. 
Am Ende wird nach Schmerz und Angst doch noch alles aufgeklärt, aber es werden nicht alle für ihr Handeln bestraft.
Mein zweites Buch von Robotham und ich bin immer noch begeistert. 
Es sind zwei Geschichten, die sich zu einer großen entwickeln. Die aufzeigen, wie tief die Fäden manchmal verstrickt sind.
Robotham schreibt in einer einfachen Sprache, die einen an manchen Stellen stocken lässt. Das Ende des Buches war befriedigend, auch wenn eher ein Gedankengang. Ein paar Fragen bleiben unbeantwortet. Im Großen und Ganzen aber wieder einmal ein gelungener Psychothriller...

Mittwoch, 22. Juni 2011

[Stöckchen] Wenn ich nicht ich wäre, was wäre ich dann…?

Auf einigen Blogs kann man sogenannte "Stöckchen" finden. Sie sind eine Art Umfrage, die ich super finde, denn so erfährt der Leser auch etwas über die Lesefee :)

Mein erstes Stöckchen lautet: "Wenn ich nicht ich wäre, was wäre ich dann..?"
Gefunden hab ich es bei Damaris

…ein Wochentag: Freitag
…eine Tageszeit: Nacht
…ein Planet: Mars
…ein Meerestier: Seepferdchen
…eine Richtung: Norden
…eine Zahl: 13
…ein Kleidungsstück: T-shirt
…ein Schmuckstück: Ohrring
…eine Kosmetik: Mascara
…eine Blume oder eine Pflanze: Lilie
…eine Flüssigkeit: Wasser
…ein Baum: Palme
…ein Vogel: Pfau
…ein Möbelstück: Bücherregal
…ein Wetter: warm bei 25°C
…ein mythisches Wesen: Fee, sieht man ja am Namen ;)
…ein Tier: Katze
…eine Farbe: Rosa
…ein Element: Luft
…ein Auto: Audi
…ein Lied: Teardrop (Massive Attack)
…ein Film: Tintenherz
…eine Filmfigur: Mikaela aus Transformers
…eine Stimmung: Gelassenheit
…ein Körperteil: Haar (ist ja auch irgendwie eins)
…ein Gesichtsausdruck: Freude
…ein Schulfach: English
…ein Gegenstand: Fahrrad
…ein Wort: Liebe
…ein Körpergefühl: Stärke
…ein Knabbergebäck: Salzstange
…eine Sportart: Schwimmen
…eine Droge: Musik!!
…ein Getränk: Pfefferminztee :)
…eine Eissorte: Vanille
…eine österreichische Stadt: Wien
…ein Märchen: Sterntaler
…ein Spielzeug: BobbyCar
…ein Land: Finnland

[Meinung] e-Books

Ein bekannter Verlag stellte vor einer Weile die Frage, ob Bücher in absehbarer Zeit durch e-Books ersetzt werden, da sie doch einige Vorteile haben.
Ich als Verfächterin des Bücherlesens konnte es natürlich nicht lassen, meinen Senft dazu zu geben:

"Sicherlich hat sich die Welt verändert, die Technik entwickelt sich täglich weiter und was gestern noch neu wirkte, ist heute schon alt. Doch jeder Mensch findet in seinem Leben etwas, dass für ihn bedeutend ist und immer gleich bleiben wird. Bei mir sind es die Bücher. Es ist eine Leidenschaft Wort für Wort in gedruckter Form zu lesen.
Zu fühlen wie sich jede Seite zwischen die Finger schmiegt und nach dem Umblättern eine neue, unbekannte Welt voller Worte und Zeilen eröffnet. Auch ein schönes Gefühl ist es bei vielen Büchern den Umschlag zu berühren, sanft darüber zu streichen und die Anhebungen der einzelnen Buchtaben oder Bilder zu fühlen und ihnen auch mal mit geschlossenen Augen zu folgen.
Sicherlich haben eBooks ihre Vorteile, insbesondere für die Papierindustrie. Sie lassen sich auch viel leichter transportieren und verstauen, erhalten keine Knicke oder Eselsohren. Für den Urlaub sind sie wahrscheinlich sogar eine gute Alternative. Dennoch würde ich niemals auf das Gefühl eines echten Buches verzichten. Zudem ist es doch viel schöner anzusehen, wenn das Regal vollgepackt ist mit Büchern, als mit Leere..."

[Worte] Reden ist Silber - Gold mag ich eh nicht

Heute habe ich mich dazu entschieden, dass ich das Blog nicht nur schweigend mit Rezensionen voll packen werde.
Ein paar Worte hier und da sind doch auch immer recht anregend und interessant. Thema in diesem Blog werden auch weiterhin die Bücher bleiben, nun kann ich dann aber auch mehr Senft dazu geben.

Die Verlinkungen der anderen Blogs ist nicht verschwunden!! Weiter unten gibt es den Blogroll, da sind sie alle zu finden.
Wer selbst noch Lust auf einen Linktausch hat, sonstige Anregungen und Fragen hat, kann sich gerne bei mir melden.
Schreibt einfach an: lesefee86@gmx.de

Und nun wünsche ich allen Lesern eine seitenreichen Tag.

Dienstag, 21. Juni 2011

[Rezi] Heiraten für Turnschuhträgerinnen

Bluhm, Filippa:
Heiraten für Turnschuträgerinnen : Roman / Filippa Bluhm. - Köln : KiWi, 2010. - 235 S.
ISBN 978-3462042085

Heiraten - das war für Charlotte eher eine Lachnummmer. Derjenige der sich mal trauen würde sie zu fragen, den würde sie erst einmal schön auslachen. Zumindestens dachte sie das, bis sich Georg plötzlich vor sie kniet.
Danach ist nichts mehr wie Lotte sich das vorher vorstellte. Was sollte denn auch so schwer daran sein zu heiraten? Doch bei der Verkündung der Verlobung, fängt das Theater schon an. Einige ihrer Freunde wollen es ihr sogleich wieder ausreden, andere suchen nach einer Wölbung unter ihrem Shirt.
Lotte aber heiratet aus Liebe - dem wichtigsten Grund. Doch als sich die beiden Familien auch noch einmischen, und jeder seine eigenen Vorstellungen der Hochzeit verwirklichen will, gerät alles aus den Fugen... Die deutsche Familie will dieses, die polnische jenes.
Georg und Lotte raufen sich die Haare und fragen sich ob das all den Stress wert ist - ihnen ist klar: Ja! So aber müssen sie über Hürden springen, damit am Ende doch noch etwas gutes bei raus kommt und jeder glücklich scheint. Und sollte das nicht der Fall sein, gibt es ja auch noch den lieben Alkohol.

Eine witzige Geschichte über eine Frau, die sich das Heiraten viel einfach vorgestellt hat. Über Familien die sich nicht einigen können und die sich am Ende doch in die Arme fallen. Mit viel Witz ist das Buch aber auch umso schneller gelesen als geschrieben. Dennoch sehr empfehlenswert!

[Rezi] Ich darf das, ich bin Jude

Polak, Oliver:
Ich darf das, ich bin Jude / Oliver Polak. - Köln : KiWi, 2008. - 186 S.
ISBN 978-3462040500

Oliver Polak war lange jemand, der im Fernsehen eher hinter den Kulissen mitspielte und wenn er doch mal primär zu sehen war, war er niemand der sich für immer ins Gedächtnis gebrannt hat.
Mit diesem lustigen Buch hat er sich, zumindest mir, etwas näher gebracht.
Es ist eine Art Autobiografie, in der über die Höhen und Tiefen seiner Jugend und Kindheit schreibt. Insbesondere pickt er die Feinheiten des "Juden-Seins" heraus und beschreibt das ganze mit viel Charm und Humor. Wie z.B. seine Bar Mitzwa nicht nur einmal gefeiert und durchgeführt (!) wurde, oder welche Schäden er dank seiner Familie davon getragen hat, beschreibt er so herrlich, dass man schmunzeln muss.
Seinen Heimatort Papenburg beschreibt er detailiert und lässt auch die "hässlichen" und "trostlosen" Seiten nicht aus.

Für zwischendurch ist diese Buch sehr zu empfehlen, auch wenn ab und an zu sehr ins Detail gegangen wird. Leider ist das Buch recht schnell durch...

[Rezi] Tote Mädchen lügen nicht

Asher, Jay:
Tote Mädchen lügen nicht : Thriller / Jay Asher. - Gütersloh : cbt, 2009. - 288 S.
ISBN 978-3570160206

Cleys Leben ist in den letzten Tagen seltsam geworden. Eine Mitschülerin ist tot augefunden worden. Sie hat sich selbst umgebracht - nur keiner weiß warum. Auch Cley weiß nicht was Hannah dazu getrieben hat. Obwohl sie nie viel miteinander redeten, war er dennoch in sie verliebt. An sie ran kam er aber nicht.
Als er einige Tage später nach Hause kommt, liegt ein Päckchen für ihn Zuhause. Irgendetwas daran macht ihn nervös... Als er den Mut fast und das Päckchen öffnet, enthält es eine Reihe Kassetten, ordentlich beschriftet, und einen kurzen Brief mit Anweisungen. Unterschrieben sind die Worte von Hannah - seiner heimlichen Liebe.
Nach und nach hört er sich alle Kassetten an. Auf denen spricht Hannah. Sie redet über ihr Leben und alles was schief gegangen ist.
Cleys Kehle schnürrt sich zusammen, denn ihm wird klar, dass auch er ein Stück zu Hannahs Selbstmord beigetragen hat.
Mit all der Wahrheit konfrontiert erfüllt er Hannahs letzten Wunsch, er schickt die Kassetten weiter zu der nächsten Person auf der Liste. Einem weiteren Schuldigen...

Ein junges Mädchen das ihrem Leben ein Ende setzt. Mobbing und eine kaputte Familie machten sie nicht glücklich und trieben sie soweit.
Die Idee des Buches fand ich interessant, denn es gibt nicht "nur" einen kurzen Abschiedsbrief in dem sich das Mädchen entschuldigt das sie diesen Schritt geht. Hier erzählt sie allen die ihr nicht geholfen haben ihre Geschichte und lässt Gänsehaut auf Armen zurück...
Dennoch ist das Buch nichts für zu junge Leser, da die Botschaft missverstanden werden könnte.

Montag, 20. Juni 2011

[Rezi] Bridie und Finn

Cauley, Harry:
Bridie und Finn : die Geschichte einer Freundschaft ; Roman / Harry Cauley. - München : Knaur, 2002. 472 S.
ISBN 978-3426621370

Schon als Bridie den ersten Schritt in die Klasse von Finn macht, fällt sie auf. Nicht nur ihm, sondern allen Mitschülern. Bridie ist anders als alle anderen. Sie läuft rum wie sie will und das recht schlampig. Zudem mischt sie sich ohne das er es will, in Finns Leben. Gibt sich als seine beste Freundin aus, auch wenn er sie gar nicht mag...
Nach und nach aber freunden sich die beiden an und sind bald darauf unzertrennlich. Für Bridie ist es eine tiefe Freundschaft - für Finn doch mehr... Auch noch nach Jahren sind sie immer füreinander da. Bridie aber lebt ihr Leben und denkt nicht immer an Finn. Und dann verliebt auch Bridie sich..
Jahre später treffen sich die beiden wieder und Finn erfährt die Wahrheit, was für einen Augenblick sein Herz stehen lässt.

Eine Geschichte, die einen nahe an die Grenze des "Tränen vergießens" bringt. Die Geschichte einer Freundschaft, die Höhen und Tiefen überwindet und aufzeigt wie tief eine Freundschaft sein kann, obwohl man nicht alles von einander weiß. Eine Liebe die auf eine harte Probe gestellt wird und am Ende ganz zart erblüht...


[Rezi] Immer für dich da

Hannah, Kristin:
Immer für dich da : Roman / Kristin Hannah. - Berlin : Ullstein, 2009. - 496 S.
ISBN 978-3548281063

Ein Buch über eine Freundschaft, die Lebensmut schenkt und auf ein großes Finale hofft.

Kate fühlt sich in ihrem Leben gefangen und einsam. Niemand möchte mehr mit ihr befreundet sein und sie zieht sich in sich selbst zurück. Da zieht die selbstbewusste Tully in das Haus gegenüber. Kate macht sich keine Hoffnungen, dass sie von Tully beachtet wird, denn diese ist hübsch und alle wollen mit ihr befreundet sein. Doch nachdem Tully eines abends auf einer Party schreckliches erlebt hat, kommen sie und Kate sich näher. Sie freunden sich an, doch Tully bewahrt noch ein schlimmes Geheimnis vor Kate. Die Wahrheit könnte die Freundschaft zerstören, denn Kate mag keine Lügen... Doch trotz aller Hochs und Tiefs in ihrer Freundschaft, einer fast unerfüllten Liebe und einem Mann der zwischen den beiden steht, lebt ihre Freundschaft weiter. Selbst Jahre des Schweigens und böse Worte können sie nicht lange voneinander trennen. Als Kate plötzlich krank wird, ist Tully wieder da und zusammen schwelgen sie in der Vergangenheit und kämpfen zusammen um Kates Leben...

Schnell gelesen und sehr berührend...


[Rezi] Nele & Paul


Autor: Michel Birbeak
Titel: Nele & Paul
Genre: Roman
Verlag: Bastei Lübbe (Bergisch Gladbach)
Erscheinungsjahr: 2010
Seiten: 416
ISBN:
978-3404164332


Rezension:
Was passiert wenn die große Liebe einen verlässt? Ist das Leben dann noch genauso möglich, wie in der Zeit in der man glaubte zu zweit unbesiegbar zu sein?
Wie geht das Leben dann alleine weiter? Nele hat Paul vor neun Jahren verlassen und dennoch haben ihn die Jahre nie wirklich "frei" für eine neue Liebe gemacht.
Tagtäglich denkt er an Nele und vermisst sie. Und dann - ohne einen Hinweis, steht sie plötzlich wieder da. Pauls Gefühle stehen Kopf und sein Herz will gar nicht mehr aufhören zu rasen. Vergessen ist der Schmerz darüber, dass Nele ihn so lange - und ohne ein Wort - alleine gelassen hat.
Doch auch wenn Nele ebenfalls die Liebe zu Paul wiederentdeckt, trägt sie in sich ein Geheimnis. Sie möchte die gemeinsame Zeit mit Paul genießen und auch ihre Zukunft mit ihm verbringen. Aber immer öfters hat sie "Aussetzter", an die sie sich im Nachhinein nicht erinnern kann...
Als es zum großen  Knall kommt und Paul heraus findet, was hinter Neles Ängsten steckt, bricht für ihn eine Welt zusammen. Denn die Erinnerungen an die Vergangenheit werden plötzlich in ein ganz anderes - trauriges und erschreckendes - Licht gerückt...

Eine schöne Liebesgeschichte. Sie berührt das Herz und reisst einen mit sich mit, sodass sie in einem Rutsch gelesen wird und einen kurzzeitig atemlos zurücklässt...


Der Autor:
Michel Birbaek (* Juli 1962 in Kopenhagen) ist ein dänischer Autor, der seit 1974 in Deutschland lebt.
Nach 15 Jahren als Musiker arbeitet Michel Birbaek seit Mitte der 1990er Jahre als freier Autor und hat neben Drehbüchern, Kolumnen sowie Gags für Harald Schmidt und Stefan Raab, mittlerweile fünf Romane veröffentlicht.

Weitere Bücher:

Sonntag, 19. Juni 2011

[Rezi] Leichenblass

McGrew, Chandler:
Leichenblass : Thriller / Chandler McGrew. - München : Knaur, 2005. - 512 S.
ISBN 978-3426634622

Pierce ist taubblind und kann von seiner Umwelt nur wahrnehmen, was er auch ertasten kann. Plötzlich aber ändert sich nicht nur in seinem Leben alles, denn er scheint auf einmal nicht nur hören und sehen zu können.

Jake Crowley wollte nie mehr in sein Heimatdorf zurück, denn er verliess es Jahre zuvor, da er glaubte die Menschen dort so zu schützen. Nun aber wurde sein Onkel auf brutalste Weise getötet und er fährt mit seinem Detektivpartner dorthin - verfolgt von einem Mörder der es auf Jake abgesehen hat.
In Crowley angekommen stürzt die ganze Vergangenheit auf Jake ein. Ein unheimliches Flüstern verfolgt ihn und die Leute mit denen er sich umgibt, keiner aber kann es benennen. Menschen kommen ums Leben und ein extremes Unwetter nistet sich über dem Tal ein und spült Häuser davon.
Es gibt nur einen Zufluchtsort: die alte Villa in der Jake selbst aufgewachsen ist und als Kind mit ansehen musste wie sein Vater seine Mutter ermordete. Jahrelang stand sie leer, doch nun ist sie der einzige Ort an dem die kleine Gruppe um Jake Sicherheit finden kann.
Doch erst in der Villa wird das Ausmaß des Familienfluchs klar. Jake hat nicht nur mit einem unkontrollierbaren Monster und einem Mörder zu kämpfen, auch muss er Mandi, seine große Liebe beschützen und erfahren, dass Pierce mehr mit ihm verbunden ist, als er dachte.

Eine Geschichte die recht schleppend los geht und mich kurzzeitig überlegen lies sie wegzulegen. Nach weiteren Seiten wurde es aber doch noch interessant, auch wenn sich die Story etwas hinzieht. Zudem ist das Buch eher etwas für Menschen, die sich auch ein bisschen für das Übernatürliche interessieren. Man erfährt einiges über die Welt der Geister und des Zaubers. Wer sich dafür nicht interessiert, wird an einigen Stellen wohl den Kopf schütteln. Der Kern der Geschichte ist ein alter Fluch, der über einer Familie liegt und den es zu besiegen gilt. Aber auch für das Herz ist etwas dabei, wobei man sich die Familienbande schon denken kann...

Dienstag, 14. Juni 2011

[Rezi] Katzenjammer

Scheunemann, Frauke:
Katzenjammer : Roman / Frauke Scheunemann. - München : Page & Turner Verl., 2011. - 288 S.
ISBN 978-3442203697

Herkules ist glücklich, denn endlich lebt der kleine Dackel in einer richtigen Familie. Sein Frauchen Caro zieht zu ihrem Freund Marc und seiner Tochter, welche Herkules abgöttisch liebt. Dem Kleinen ist klar: besser kann das Leben nicht sein.
Sein bester Freund Herr Beck, ausgerechnet ein alter, mürrischer Kater, lässt ihn aber gleich wissen, "dass es bei Menschen kein Happy End gibt". 
Nach und nach muss Herkules mitbekommen, dass der alte Herr wohl recht hat, denn Menschen sind kompliziert und plötzlich taucht die Ex-Frau von Marc wieder auf, ebenso seine Mutter die nur an Caro rummäckelt. Zwischen den beiden fängt es gewaltig an zu rieseln und Herkules berät sich mit Herrn Beck. Dann aber läuft ihm Cherie über den Weg: seine Traumhundedame. Doch hat er bei der Golden Retriever Dame überhaupt eine Chance? Und muss er schon wieder umziehen? Das Chaos bricht über ihn hinein und plötzlich ist selbst Herr Beck ganz komisch...

Das erste Buch habe ich nicht gelesen, aber mich verführte der Titel des Buches und der Hinweis, dass die Autorin eine der Anne Hertz Schwestern ist. Es ist eine interessante Geschichte aus der Sicht eines Hundes, der versucht die Menschen und deren ganze Komplexität zu verstehen. Sein Freund ist ein alter Kater der zu wissen scheint wie der Hase läuft.
Eine lustige Geschichte, von der ich mir dann auch mal den Vorgänger schnappen werde...

[Rezi] Missing

Mooney, Chris:
Missing : Thriller / Chris Mooney. - Reinebk bei Hamburg : rororo, 2009. - 384 S.
ISBN 978-3499247194

Mike Sullivan möchte mit seiner Tochter Sarah einen schönen Wintertag verbringen. Auch wenn seine Frau bedenken hat, macht er sich mit Sarah auf den Weg zu einem verschneiten Berg. Ein Treffpunkt für viele aus der Stadt. Dort treffen die beiden auf eine befreundete Familie und genießen den Tag. 
Als langsam die Dämmerung aufzieht kommt es zu einem kleinen, harmlosen Unfall zwischen ein paar Kindern und nach und nach verschwinden die Leute. 
Auch Mike möchte mit seiner Tochter nach Hause. 
Doch, er kehrt alleine nach Hause zurück. Dort muss er seiner Frau erklären, dass er nur noch Sarahs Brille gefunden hat.

Fünf Jahre später liegt ein Geistlicher im Sterben, er wurde beschuldigt Sarah und noch weitere Mädchen entführt zu haben. Niemand aber hatte ihm etwas nachweisen können, so wurden die Mädchen niemals gefunden. Trotz Tod vor den Augen, will er nicht mit der Sprache rausrücken - bis plötzlich ein weiteres Mädchen entführt wird...

Wieder ein recht spannendes Buch von Mooney. Der Graus vor einer Kindesentführung und das Zerbrechen einer Familie wird hier dargestellt. Und am Ende scheint plötzlich alles ganz anders...

[Rezi] Victim

Mooney, Chris:
Victim : Thriller / Chris Mooney. - Reinbek bei Hamburg : rororo, 2007. - 384 S.
ISBN 978-3499245602

Es war vor vielen Jahren: Drei junge Mädchen müssen in einem Wald mit ansehen, wie eine Frau von einem Mann erwürgt wird. Aufgeregt erzählen sie es der Polizei, doch niemand glaubt ihnen, denn es gibt weder Spuren, noch eine Leiche...
Jahre später ist eines der Mädchen selbst Polizistin. Darby versucht Verbrechen zu bekämpfen, doch schon bald holt sie das Erlebnis von damals wieder ein. Eine junge Frau wird entführt und man kann sie nicht  mehr finden. Dafür wird ihr Freund tot aufgefunden. Am Ort des Verbrechens wird zudem eine abgemagerte, verstörte Frau gefunden. Sie aber kann der Ermittlerin auch nicht viel weiter helfen, da sie kaum spricht.

Zur selben Zeit wacht eine Frau in einem Kellergewölbe auf. Um sie herum nichts als Dunkelheit.. Was sie nicht weiß: sie wird beobachtet. Jeder Schritt den sie wagt wird aufgezeichnet. Doch wagt sie sich nicht weit, denn plötzlich ertönen schmerzhafte Schreie durch ihren Unterschlupf und eine Gänsehaut lässt sie erstarren...

Das erste Buch von Mooney hat mich gleich den Atem anhalten lassen. Es strotz vor Gänsehaut, denn die Vorstellung, was für ein Spiel mit den Frauen gespielt wird gräbt sich bis unter die Haut. Da es so spannend ist, war es auch schnell gelesen. Wer etwas spannendes mag und auch nicht davor zurückschreckt schonungslos an diesem Erlebnis teilzuhaben, dem kann ich dieses Buch nur empfehlen.

Freitag, 10. Juni 2011

[Rezi] Welche Farbe hat die Liebe?

Reuter, Katja:
Welche Farbe hat die Liebe : Roman / Katja Reuter. - Berlin : Ullstein, 2009. - 368 S.
ISBN 978-3548281056

Jule hat Geburtstag, und was bekommt sie von ihrer besten Freundin Tina? Ein Abo bei Stay-Friends! Zuerst ist sie ziemlich entsetzt und will das "Geschenk" gar nicht nutzen. Aus Langeweile besucht sie die Internetseite dann aber doch mal und findet einige alte Klassenkameraden. 
Darunter auch ihre große Jugendliebe Erik. Die beiden schreiben sich eine Weile und Jules alte Gefühle wallen wieder auf. Aber da ist ja auch noch ihr Dauerverlobter Tom, ein wichtiger Mensch in ihrem Leben. Erik aber legt ihr nach dem ersten Treffen die Welt zu Füßen und sie lässt sich von seinem Reichtum und seiner Zuneigung blenden. 
Kurz darauf ziehen die beiden zusammen und Tom bleibt alleine zurück. Nach und nach wird Jule aber klar, dass nicht alles ist wie es scheint. Als ihr Kater "Blindfisch" schwer krank wird, werden ihr ihre wahren Gefühle klar - doch Tom scheint schon einen anderen Weg eingeschlagen zu haben...

Es geht um die Liebe, die Liebe zu einem Mann der schon lange an der Seite von Jule ist und einer Liebe, die gerade entfacht ist und in der alles erlaubt ist. 
Jule lässt sich auf das Abenteuer ein, bis sie feststellen muss, dass nicht alles Gold ist was glänzt - zudem kann sie ihren geliebten Kater nicht alleine lassen..

[Rezi] Turbolenzo

Collande, Nora von:
Turbolenzo : eine Liebesgeschichte / Nora von Collande. - Berlin : Marion-von-Schröder-Verl., 2001. - 119 S.
ISBN 978-3547719079

Turbolenzo ist ein kleiner Draufgänger. Er liebt das Leben draußen in Freiheit, aber noch lieber das mit seinem Frauchen Fiorina. Sie ist seine große Liebe, gibt ihm Streicheleinheiten und Futter. Da ist es doch klar, dass er sie vor fremden Männern beschützt. Ihr eigener Mann ist für Turbolenzo uninteressant, aber er wird geduldet. 
Der rote Kater hat sich nie viel aus seiner Umgebung gemacht, solange seine Liebe in seiner Nähe war, doch nun merkt er, er muss hinaus in die Welt und sich den anderen Katern stellen.
Er fängt an sein Leben zu ändern, ist aber abends immer wieder Zuhause und genießt die Hände von Frauchen. Er hat ein erfülltes Leben, bis sich plötzlich alles verändert...

Ein Buch geschrieben aus der Sicht des Katers Turbulenzo. Eine kleine Liebesgeschichte, die traurig endet, denn die neun Leben einer Katze sind nicht immer genug.
Für Katzenliebhaber eine Kurzgeschichte die das Herz berührt.

[Rezi] Alle sieben Wellen

Glattauer, Daniel:
Alle sieben Wellen : Roman / Daniel Glattauer. - Wien : Deuticke, 2009. - 224 S.
ISBN 978-3552060937

Rezension:
Teil zwei einer schönen Romanze.
Mitreißend wie nicht nur jede siebte Welle...

Emmi schreibt weiterhin fleißig e-Mails an Leo, doch Antwort erhält sie nur von dem Systemadministrator, der ihr mitteilt das diese Mailadresse nicht genutzt wird. Doch Emmi kann es nicht lassen, ihre Gedanken hängen immer noch so sehr an Leo, auch wenn sie schon eine Weile keinen Kontakt mehr haben. 
Eines Tages aber passiert es: Sie erhält wieder eine Antwort und diesmal wirklich von Leo. Er ist wieder da! Leo ist sich nicht sicher, ob es gut ist wieder Kontakt mit Emmi zu haben, denn immerhin gab es da einige Komplikationen. Doch auch er hat Gefühle für sie, welche er nicht verleugnen kann. Er ist hin und her gerissen, geht aber nach einiger Zeit darauf ein sich mit Emmi zu treffen.
Wie erwartet läuft es anders als geplant und viel zu viele Gefühle kommen ins Spiel. Beide sind sie überwältigt. Doch da gibt es ja auch noch Emmis Mann.
Sie verwehren sich ihre Gefühle, bis es nicht mehr anders geht und sie sich doch wieder treffen: Am Strand, bei allen sieben Wellen..

Den Inhalt des zweiten Buches konnte man sich schon etwas denken, wenn man das erste kennt. Dennoch muss man dieses Buch lesen. Denn diesmal ist das Happy End nicht nur ein Wunsch.




Der Autor:
Daniel Glattauers Buch "Gut gegen Nordwind" wurde 2006 veröffentlicht - und war gleich ein Volltreffer. Die Liebesgeschichte präsentiert sich in Form eines E-Mail-Romans, in dem sich die beiden Hauptfiguren - ein Mann und eine Frau, die bald schon nicht mehr voneinander lassen können - nicht ein einziges Mal begegnen. Für den österreichischen Autor war der Roman ein Sensationserfolg. Zuvor war er 20 Jahre lang beim "Standard" beschäftigt, hatte dort Essays, Kolumnen und Glossen, aber auch Gerichtsreportagen veröffentlicht. Das Schriftstellerdasein war für ihn in dieser Zeit ebenso wie seine zweite Liebe, die Arbeit als Liedermacher, nicht mehr als ein Hobby. Das hat sich inzwischen natürlich grundlegend geändert.

Weitere Bücher:

[Rezi] Gut gegen Nordwind

Glattauer, Daniel:
Gut gegen Nordwind : Roman / Daniel Glattauer. - Wien : Deuticke, 2006. - 224 S. 
ISBN 978-3552060418

Rezension:
Dieses Buch ist eine sanfte Brise, die einem eine angenehme Gänsehaut über den Körper jagt.

Emmi Rothner ist genervt und will eines dieser Zeitungsabos per e-Mail abbestellen. Durch einen minimalen Tippfehler erreicht ihre Mail aber einen Fremden: Leo Leike. Dieser will die "nette Dame" erst gar nicht auf ihren Fehler aufmerksam machen, doch nach einer weiteren Nachricht, tut er es doch. Danach schicken sich die beiden noch eine Weile e-Mails hin und her. Sie verstehen sich auf anhieb und entwickeln reges Interesse für einander.
Auch privates bleibt da nach einer Weile nicht mehr außen vor. Emmi ist mit einem älteren Mann verheiratet und schläft in der gemeinsamen Wohnung in ihrem eigenen Zimmer. Das macht Leo nur noch neugieriger. 
Beide wollen sie sich im realen Leben begegnen, doch trauen sie sich das wirklich zu? Aus dem Treffen wird ein Spiel, denn sie wissen beide nicht wie der andere aussieht. Sie verabreden sich in einer Bar zu einem bestimmten Zeitpunkt, aber wollen nicht miteinander reden. 
Am Abend nach dem Treffen schreiben sie wieder miteinander und jeder versucht zu erraten wer der andere war.
Das Spiel steigert sich, sowie die Gefühle der beiden. Das leichte Kribbeln, das wohlige Gefühl beim lesen einer Mail...
Emmis Gefühlschaos steigert sich noch und dann ist sie bereit Leo gegenüber zu treten...

Das Buch ist schnell gelesen, da die Handlung und die Worte einen gefangen nehmen. Das Ende - so bittersüß und traurig, dass man doch immer noch auf ein Happy End hofft.




Der Autor:
Daniel Glattauers Buch "Gut gegen Nordwind" wurde 2006 veröffentlicht - und war gleich ein Volltreffer. Die Liebesgeschichte präsentiert sich in Form eines E-Mail-Romans, in dem sich die beiden Hauptfiguren - ein Mann und eine Frau, die bald schon nicht mehr voneinander lassen können - nicht ein einziges Mal begegnen. Für den österreichischen Autor war der Roman ein Sensationserfolg. Zuvor war er 20 Jahre lang beim "Standard" beschäftigt, hatte dort Essays, Kolumnen und Glossen, aber auch Gerichtsreportagen veröffentlicht. Das Schriftstellerdasein war für ihn in dieser Zeit ebenso wie seine zweite Liebe, die Arbeit als Liedermacher, nicht mehr als ein Hobby. Das hat sich inzwischen natürlich grundlegend geändert.

Weitere Bücher:

[Rezi] Beim Leben meiner Schwester

Picoult, Jodi:
Beim Leben meiner Schwester : Roman / Jodi Picoult. - München : Piper, 2007. - 480 S.
ISBN 978-3492247962

Die Fitzgerald's scheinen nach außen hin eine ganz normale Familie zu sein. Doch das sind sie nicht ansatzweise.
Anna und Kate sind Schwestern - fast noch Kinder, aber die beiden verbindet nur eines: Der Kampf ums Überleben.
Kate ist schon Jahre schwer an Leukämie erkrankt und braucht zum Überleben das Knochenmark ihrer Schwester. Anna dagegen wird immer deutlicher klar, dass sie ohne die Krankheit ihrer großen Schwester niemals auf die Welt gekommen wäre. Da stellt sich doch die Frage: Lieben meine Eltern mich überhaupt?
Lange kämpft Anna mit sich, doch sie will nicht länger für Kates Leben verantwortlich sein. Immerhin ist sie mittlerweile doch alt genug um ihre eigenen Entscheidungen zu treffen! Ihre Eltern sind entsetzt, als Anna anfängt sich zu wehren und sie wollen es nicht akzeptieren. Anna wird unter Druck gesetzt, weiß nicht mehr ein noch aus. Bis sie einen Fernsehbericht verfolgt und dort einen Anwalt entdeckt. Sie macht sich auf den Weg zu ihm und möchte das er sie vor Gericht vertritt. Sie will ein eigenes Leben und kein "Ersatzteillager" sein.
Die Welt der Fitzgeralds gerät aus den Fugen und während Anna unerbittlich um ihre Freiheit kämpft, wartet Kate im Krankenhaus auf ihren Tod...

Eine Tochter die ein eigenes Leben haben will und somit das ihrer Schwester aufs Spiel setzt. Ein berührender Roman, der die Verzweiflung einer Familie nur zu deutlich aufweist, dessen Ende aber plötzlich ganz anders ist, als es doch sein müsste...

Donnerstag, 9. Juni 2011

[Rezi] Bis du erwachst

Jaye, Lola:
Bis du erwachst : Roman / Lola Jaye. - Reinbeck bei Hamburg : Wunderlich, 2010. - 304 S.
ISBN 978-3805208956

Ein Buch das einen das Herz rührt!
Schon eine Weile beobachtet Michael eine junge Frau, die täglich mit ihm im Bus fährt. Ihre grünen Augen faszinieren ihn. Doch er bringt es nicht über sich sie anzusprechen.
Eines Tages aber sitzen die beiden durch Zufall nebeneinander und unterhalten sich kurz aber angeregt. Gerne würde Michael Lena wieder sehen, doch nach dem kurzen Gespräch fährt sie plötzlich nicht mehr mit dem Bus.
Was er nicht wissen kann, Lena liegt im Koma. Ein schlimmer Unfall brachte sie dorthin.
Ihre Familie ist entsetzt und die chaotischen Curti's merken erst nun wie zerbrochen ihr gemeinsames Leben ist. Gemeinsam erinnern sie sich an schöne Zeiten und leiden unter dem Koma der sonst so helfenden Schwester.
Durch eine Zufall erhält Michael einen Anruf und erfährt was mit Lena passiert ist. Auch wenn er sie nicht kannte, sitz er ab nun Tag für Tag bei ihr am Bett und lernt sie durch ihre Familie immer besser kennen und lieben. Er sieht wie schnell das Leben vorbei sein kann und verändert sein eigenes. Lebt jeden Moment und zieht sich nicht mehr zurück. Dies bemerkt auch seine Umwelt. 
Mit seiner Art und seinen Worten holt Michael die Familie Curtis aus ihrem Schweigen und zeigt ihnen die eigenen Fehler auf - die sie gemeinsam beheben.
Nach drei Monaten wird ihm klar, er kann sich nicht am Leben Lenas festhalten und nur darauf konzentrieren. Er muss sein Leben leben und vorwärts kommen. Gerade als er sie verlassen will, geschieht etwas wunderbares...
Diese Buch beschreibt eine kaputte Familie, die sich nach einem Unfall plötzlich ihrer Vergangenheit stellt. Sich ihre Fehler eingesteht und zusammen einen Neuanfang wagt. Besonders berührend fand ich, dass die Figur Michael einen Nagel direkt auf den Kopf getroffen hat. Denn wir haben sicherlich unsere Ziele auf die wir hinaus arbeiten, doch wenn wir sie erreicht haben geben wir uns nicht zufrieden, sondern suchen gleich etwas neues..
In diesem Buch wird klar, wir sollten das Leben in vollen Zügen genießen, denn es kann jeder Zeit vorbei sein.

Sonntag, 5. Juni 2011

[Rezi] Liebste Tess

Lupton, Rosamund:
Liebste Tess : Roman / Rosamund Lupton. - Hamburg : Hoffmann und Campe, 2010. - 383 S.
ISBN 978-3455402841

Beatrice schreibt einen Brief an ihre geliebte Schwester Tess. Tess aber wird diesen Brief niemals in ihren Händen halten können, denn sie ist nicht mehr da. Aufgefunden wurde sie in einer Toilette am Hyde Park - Selbstmord lautet das einstimmige Urteil aller Beteiligten. Nur Beatrice kann all dies nicht glauben, auch wenn die Schnitte in den Armen ihrer Schwester eindeutig darauf hinweisen. In diesem Brief schreibt Beata Tess auf was passierte, nachdem sie von ihrem Tod erfuhr, wie sie sich auf die Suche machte nach Tess´ Mörder und wie jeder an ihr zweifelt. Doch Tess fühlte sich nicht mehr sicher in ihrem Leben, ihrer Umgebung. Groß darüber gesprochen hatte sie nicht, aber man merkte doch das sie vorsichtiger wurde... Plötzlich tauchen in ihrer Wohnung Malereien auf, Malereien die düster und angsteinflößend sind, im Gegensatz zu ihren sonstigen, strahlenden und fröhlichen Bildern. Was hat das zu bedeuten? Und was ist wirklich mit Xavier, Tess Todgeburt, passiert? Sind die Experimente zur Heilung von Mukoviszidose so schief gelaufen, oder hat da noch jemand anderes seine Finger im Spiel?
Beatrice verarbeitet in diesem Brief alles erlebte, verändert die Realität nur ein klein bisschen, bis sie plötzlich aufwacht und der Wahrheit ins Gesicht sehen muss, denn sie kommt dem vermeindlichen Mörder zu nahe...

Bei dem Buch hat mich inbesondere der Klappentext angesprochen. Zu Anfang ist das Buch auch recht spannend und man möchte unbedingt wissen was passiert. Ab und an gibt es Stellen, bei denen ich mich fragte ob diese nicht etwas hätten gekürzt werden können, dennoch sind sie wichtig. Zur Mitte des Buches denkt man zu wissen wie es ausgeht oder was noch passiert, doch das ganze Blatt wendet sich noch einmal und man ist wirklich erstaunt..

Donnerstag, 2. Juni 2011

[Rezi] Shimmer

Norman, Hilary:
Shimer : Psychothriller / Hilary Norman. - Bergisch Gladbach : Bastei Lübbe, 2010. - 304 S.
ISBN 978-3404164844

Als begeristerte Leserin der bisherigen Bücher von Hilary Norman, habe ich mir natürlich auch dieses Buch ergattert.
Sam Becket ist Ermittler in Miami. Eines morgens wird er mit seinem Kollegen zu einem schrecklichen Fund gerufen: Ein Boot wurde an einen Strand gespült. In dem Boot eine entstellte Leiche. Die Suche nach einem sadistischen Mörder beginnt, doch niemand scheint etwas gesehen zu haben.
Vor Beckets Haustür steht zudem plötzlich ein junger Mann, der Grace - Beckets Frau - und ihre Schwester bedroht. Er ist ihr Stiefbruder und will Geld erpressen. Doch Sam schmeißt ihn raus und fordert den Zorn Jeromes hinauf.
Ein paar Tage später wird eine weitere Leiche in einem Boot entdeckt - wieder übel zugerichtet - aber auch hier gibt es keine weiteren Spuren. Mitten in der Nacht verschwindet plötzlich Graces Schwester und ruft sie aus dem Haus ihres Vaters an, bis der Anruf plötzlich unterbrochen wird... Sam macht sich auf den Weg um zu sehen was passiert ist und entdeckt schreckliches. Als er den Vater von Grace entdeckt sind er die Verbindungen zu den Morden in Miami klar vor sich. Dann erreicht ihn ein Anruf - sein Sohn wurde entführt.
Ist es schon zu spät um der Wahrheit auf den Grund zu gehen?

Wie die anderen Bücher von Norman ist auch dieses sehr interessant und gut geschrieben. Ab und an sind die Handlungen etwas wirr, aber das hin und her springen und das erzählen aus verschiedenen Perspektiven machen es spannend. Das Ende ist zwar etwas hervorsehbar, daher würde ich das Buch eher als leichte Kost beschreiben, dennoch würde ich es für "zwischendurch" empfehlen.

Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...